Im_flieger - Deutsch

Independent Artists’ Association – Platform and Experimental Ground for Dance, Performance and related Art Forms

News

Dear all,
Im_flieger ist gelandet! Unsere neue homebase ist in der Bräuhausgasse 40!, 1050 Wien.
WILLKOMMEN!

Residency@Im_flieger
SciFi Lullaby // Sabina Holzer (AT)

Mi 19. & Do 20. 12. 2018 // 15.00 / 17.00 / 19.00
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse)
Research-Performance / first tunes // Freie Spende // Bar & Buffet


Foto: Sabina Holzer

Für Sabina Holzer bedeutet Schreiben Berühren und Formen von Welt und so dadurch auch selbst berührt und geformt zu werden. Die Kreativität und Beweglichkeit, die oft nur dem menschlichen Intellekt zugewiesen wird, untersucht sie auf der unmittelbaren Ebene der Sinneswahrnehmung. Was ist ein Schreiben, welches die Grenzen zwischen Tag, Nacht, Licht, Dunkel, Menschlichem, Nicht-Menschlichem, Totem und Lebendigem verwischt? Was sind die Spuren, die so eine Schrift hinterlässt? Und wie fließen diese durch die Körper und Räume? SciFi Lullaby sucht diese Spuren auf und ladet die Besucherinnen ein, mit ihnen in einem ersten „tuning“ in Kontakt zu treten.

Konzept: Sabina Holzer
Umsetzung und Performance: Jack Hauser & Sabina Holzer

Pro Termin max 7 Personen. Um Anmeldung wird gebeten: imflieger@gmail.com

… „Schreiben ist Selbstenteignung und Selbstentleerung. Das Subjekt gibt seiner Leere Raum. Es gibt ein Subjekt nach dem Tod des Subjekts, es hat es immer gegeben." (Marcus Steinweg)

Mit vielen Dank an: Agnese Krivade, Rayen Mitrovich Paniagua, Angela Stoecklin und idocde, dem Team von durch:formen / Architektur Haus Kärnten; Stoffwechsel - Ökologien der Zusammenarbeit und Jeannot Schwarz / Extra-Raum.

Sabina Holzer

Performer, choreographer and author

Sabina Holzer entwickelt Performanceprojekte im In- und Ausland. Als Performerin hat sie in internationalen Projekten mit Vera Mantero; Philipp Gehmacher; Milli Bitterli; Jeroen Peeters; Katrin Hornek und vielen anderen gearbeitet. Sie arbeitet bevorzugt in kollaborativen Settings. Zurzeit beschäftigt sie sich intensiv mit Schrift, Materialität und Bewegung, die ihre künstlerische Arbeit prägt. Sie ist Coach in systemischer und integrativer Körperarbeit SIB® und kombiniert diesen speziellen ressourcen-orientierten (Bewegungs-) Ansatz mit Core-Strength-Vinyasa-Yoga und somatischen Körperpraxis. Sie unterrichtet Bewegungsexploration und Performance bei a.paas (B), Mezzanine (Pt), Wiener Konservatorium (A), Tanzquartier Vienna, ImPulsTanz, Royal und General Archive of Navarra, a.o. Außerdem engagiert sie sich in Mixed-Ability-Projekten und begleitet andere Künstlerinnen im Rahmen von Im_flieger; Imagetanz Festival Brut und Idocde. Seit 2007 veröffentlicht sie Texte zu Tanz und Performance, unter anderen bei: www.corpusweb.net (Archiv ist in Arbeit); engagée - das Magazin für politische und philosophische Interventionen; Medienimpulse; Triëdere, Zeitschrift für Theorie, Literatur und Kunst; Scores TQW; Sublin / mes - Philosophieren von unten, ein queer-reviewtes Journal; Sternberg Press; e-podium Verlag und zahlreiche Künstlerpublikationen. Sie war Mitherausgeberin der digitalen Publikation mindthedance.com. Sie ist assoziierte Künstlerin der Künstlerplattform Im_flieger, bei der sie von 2011 bis 2016 konzeptionell und strukturell Projekte mitentwickelte, insbesondere: www.stffwchsl.net. Seit 2005 arbeitet sie eng mit dem bildenden Künstler Jack Hauser zusammen. Gemeinsam gestalten sie Performances und Interventionen in Theatern, Museen und Galerien, darunter: Lentos Museum für Moderne Kunst Linz; MACHFELD Studio; WUK, Essl Museum; Hidden Museum; Documenta 13, Tanzquartier Wien und Die Angewandte / Universität für bildende Künste Wien.

www.cattravelsnotalone.at

Jack Hauser

1958 in Horn / NÖ geboren. Er studierte, nach seiner Arbeit als Chemiker, von 1983 - 86 elektroakustische Musik in Wien. Erzklapperatist & Ex.Filmemacher mit Super-8-Filmsammlung Banditengesänge (1986 - 2009). Seit 1989 schreibt Jack Hauser gemeinsam mit David Ender experimentelle Abenteuerromane als Liebesromane für Alle und Keinen. 1994 die Gründung der Performancebande Lux Flux mit Inge Kaindlstorfer & David Ender. 2003 beginnt die Zusammenarbeit mit Milli Bitterli. 2014 / 15 entwickelt er gemeinsam mit Lisa Hinterreithner die Performancereihe The Call of Things. Seit 2005 zahlreiche gemeinsame Werke mit Sabina Holzer www.cattravelsnotalone.at

Weiters betreut und gestaltet er mit der Unterstützung von Freundinnen, Gästen & Kolleginnen seit 1999 das fantômastische Vehikel „Wohnung Miryam van Doren“ mit folgenden Fortsetzungen: Eine als Arbeit getarnte Suche (2004), Secret Service (2005 -), Carte de tendre (2004 - 2013), Possession & Poetry (2006 / 07), M1+1 (2008 -), Zeitbrunnen / d(13) (2012), OPEN (2014), Go Mata Go (2015), Stoffwechsel Im_flieger (2016 - ) The Glorious Weirdness of Art & Cosmic:LIVE (2016), Injection (2016), Prototypical Flux Safe House Matt Kindt Vienna (2017), Poesie: Zusammen Raufen (2017 -), Ablagerung im Machfeld (2018), Versteck (2018-2049)

Workshop@Im_flieger
Jahresausklangs-Workshop mit Daniel Aschwanden

Do 27.12. – So 30.12.2018 / 14.00 -18.00
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse)


Foto: Daniel Aschwanden

In Wien hängengeblieben nach Weihnachten?

Genug von Rummel aller Art?

Entschleunigen und Entstressen zum Jahresende?

Zeit finden für sich selbst und den Körper?

Es sich so richtig gut gehen lassen ein paar Tage lang?

Tanzen, solo und mit anderen?

Hands-on Körperarbeit und somatisches Bewegen erfahren?

Das sind nur 7 aus einer Vielzahl von Gründen zum Mitmachen.

Raum

Ein Anwärmen mit somatischer Berührung vermittelt Orientierung in der Wahrnehmung innerer und äusserer Räume und nährt daraus hervorgehende Bewegungen, stimuliert strukturierte und doch spontane Begegnungen. Zwischen Kontakt und Non-Kontakt folgen oder leiten wir Bewegungssequenzen, indem wir klare Richtungen initiieren.

Erfahrung

Herausfinden, was Dich bewegt, indem Du mit anatomischer Präzision arbeitest und verschiedene Körpersysteme durch somatische Ansätze erforscht, die in Improvisationen münden. Entdecke Deinen persönlichen Bewegungsfluss – teile ihn und komme in Berührung mit dem Fluss der anderen. Berührung als essentielle Erfahrung in der Contact Improvisation spiegelt ein menschliches Grundbedürfnis.

Zeit

Time and timing – sei langsam, wenn Du schnell sein willst, wir integrieren den starken Zusammenhang von Kampfkunst und Tanz. Höre auf Deinen Atem , höre auf deinen Herzschlag, wenn Du Deinen Rhythmus komponierst und dehne ihn in Bewegung aus im Hier und Jetzt.

Gestalte und spiele

Performe Dich selbst, triff kreative Entscheidungen und wende sie beim Improvisieren an, während Du Dich zwischen „Ich“ und „Wir“ bewegst. Ein Bewegungsstrom , ein Abenteuer voller Berührung, ein Gedicht ohne Worte.

Ort: Im_flieger, Bräuhausgasse 40 / Souterrain, 1050 Wien
Kosten: 200.-€ / ermässigt: 170 .-€ / Anmeldung bis 20.12.2018: dja@art-urban.org
u. Überweisung der Kursgebühr, Beschränkte Platzzahl, keine Vorkenntnisse notwendig
Verein CHIMERA Bank: BAWAG / PSK, Bankleitzahl: 60'000
IBAN: AT 4960 00 00 000 9664155 BIC: OPSKATWW

Daniel Aschwanden (CH / AT), lebt und arbeitet in Wien. Performer, Choreograph, Regisseur, Kurator.

Wo Kunst auf Soziales trifft: performative Interventionen in urbanen Kontexten, hybride Formate von Interventionen im öffentlichen Raum in Europa, Asien und Afrika, die den kulturellen Austausch und die Kommunikation unter Verwendung einer Vielzahl von Kunstpraktiken betonen, die sich in einem breiten Spektrum von Bewegungs- und Tanzformaten artikulieren, die vom öffentlichen Raum bis zu Installationen und Performances in blackboxes und whitecubes reichen, die soziale und künstlerische Agenden betreffen.

Daniel Aschwandens Bewegungs- und Tanzbiographie umfasst ein breites Spektrum an Erfahrungen, die vom bewegungsbasierten Theater (Grotowsky-basierte Methoden) über Butoh Dance (in Zusammenarbeit mit Min Tanakas Mai Juku) bis zur Contact Improvisation (Mark Tompkins, Lisa Nelson, Nina Martin und andere) reichen. Er war Gründer und Leiter des Wiener Bilderwerfer-Projekts für TänzerInnen mit und ohne besonderen Bedürfnissen und schuf Arbeiten und Workshops auf der Basis von danceability-bezogenen Methoden. Er praktiziert kontinuierlich Tai Chi und wird auch von Körperarbeit wie Feldenkrais, Reiki und Authentic Movement beeinflusst. Zurzeit wird er als Somatic Movement Educator ausgebildet.

In den letzten Jahren arbeitete er in transdisziplinären Kollaborationen zu Interventionen im urbanen öffentlichen Raum und beendete 2017 sein 365-tägiges Solo-Performance-Projekt GOLDBERG 365. art-urban.org

Residency@Im_flieger
mom's desperation // Jasmin Hoffer (AT)

Do 29.11.2018 // 19.00
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse)
Research showing / freie Spende


Foto: Jasmin Hoffer

mom's desperation ist eine Kunstpraxis, die häusliche Dramen und Ängste vor globalen Katastrophen widerspiegelt.
Entstanden aus einer Szenerie nie verschwindender Stapel ungewaschener Kleidung und unsortierter Papiere, wo die ständige Einwirkung von aufdringlichen akustischen und olfaktorischen Reizen, mikrobiellen Invasionen und gefilterten emotionalen Ausbrüchen eine alltägliche Realität sind. Das Leben einer jungen Familie in der Stadt - inmitten eines ständigen Strom rücksichtsloser CO2-emittierender Autos und Flugzeuge, als gäbe es kein Morgen.

Simone de Beauvoir behauptet, dass die Folter der Hausarbeit in ihrer endlosen Wiederholung liegt. Die Reinigung wird verschmutzt, die Verschmutzungen werden Tag für Tag sauber gemacht. Hoffer möchte einer Sphäre, die normalerweise vor dem öffentlichen Blick verborgen ist, Sichtbarkeit verleihen. In unserer heutigen Gesellschaft wird Sorgfalt und Reproduktionsarbeit auf individueller Ebene erwartet und haben keinen Einfluss auf Ihre Leistungen in Ihrem beruflichen Leben. Es wird oft mit Einsamkeit, Isolation und mangelnder Unterstützung der Gemeinschaft ausgeführt. Die Praxis zielt darauf ab, einen Diskurs anzuregen und heilende und transformierende Kräfte zu erzeugen.

Künstlerische Beratung: Anna Mendelsohn

Jasmin Hoffer (AT) ist eine in Wien lebende Choreografin, Performerin und leidenschaftliche Tänzerin. Sie hat einen MA in Contemporary Dance Dissemination (HfMT Köln) und arbeitet in wechselnden Konstellationen und verschiedenen Formaten mit Künstlern wie Elena Kristofor, Laura Oriol, Oleg Soulimenko oder Alfredo Basuglia. Sie hat in Österreich und anderen Teilen der Welt wie den USA, Palästina, Deutschland, Italien, Norwegen und Russland gearbeitet und sich mit den sich ständig verändernden, komplizierten sozialpolitischen Landschaften verwickelt. Einige ihrer performativen Aktionen hinterließen nie die Intimität eines Proberaums, andere wurden in etablierten Locations / Festivals wie brut, TQW, WUK Performing Arts und ImPulsTanz in Wien, im Künstlerhaus - Halle für Kunst und Medien Graz oder Pact Zollverein Essen präsentiert. Die Arbeit, die sie kreiert und beschäftigt, reicht von intimen Radio-Musicals über Muttersein über somatische Annäherungen in Richtung Amöben, Würmer und Dinosaurier bis zu akribischen skulpturalen Interaktionen mit Müllsäcken. Im Jahr 2018 erhielt sie das START-Stipendium der Bundeskasse für Österreich und hielt eine Turbo-Residency bei ImPulsTanz.

Im_flieger In_forschung
WORK, ART & A GOOD LIFE #3

Mi 21.11.2018 // 19.00 // doing nothing – what for?
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse)
Vortragsdialog & Diskussion / open lab / freier Eintritt

Mo 19. - Do 22.11.2018 // after too much
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse)
Labor

doing nothing – what for?
Über Wirksamkeit und Utopie des Nicht-Handelns mit den Philosophen Michael Hirsch (DE) und Kilian Jörg (AT).
Dieser Vortragsdialog soll Interpretationen anbieten, wann, wie und warum Nicht-Handeln manchmal produktiver – im Sinne von politisch effektiver – sein kann als Handeln. Die Wirksamkeit des Nicht-Handelns. „Die größten Ereignisse – das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden. Nicht um die Erfinder von neuem Lärme: um die Erfinder von neuen Werten dreht sich die Welt; unhörbar dreht sie sich.“ (Nietzsche, Also sprach Zarathustra)

after too much
Viele von uns – Menschen des globalen Nordens – leben in permanenter Zerstreutheit und Überforderung, ausgelöst durch Prekarisierung von Arbeit und Leben sowie digitale Kommunikationsindustrien. Wie schreiben sich diese Konditionen in gegenwärtige Subjektivierungen ein und wie bestimmen sie künstlerische Arbeiten? Wie reagieren auf diese zunehmend verschärften Dynamiken? In dem Labor after too much setzen sich Künstler_innen und Philosoph_innen mit dem Dauerzustand von over-doing als Lebensform auseinander und fragen sich, inwiefern ein doing-less oder doing-nothing, after too much, die bestehenden gesellschaftlichen Ordnungen herausfordern und zu einem politischen Handeln werden könnte?

mit Jack Hauser, Claudia Heu, Lisa Hinterreithner, Michael Hirsch, Sabina Holzer, Kilian Jörg, Anita Kaya, Alfred Lenz, Konzeption Labor: Lisa Hinterreithner (AT)

Konzeption & Kuration der Reihe WORK, ART & A GOOD LIFE: Anita Kaya (AT)

Im_flieger In_forschung
Алга болоx / Alga Bolokh // Claudia Heu (AT) & Mungunchimeg Batmunkh (AT/MN)

Fr 16. – So 18.11.2018
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse)
Labor // Research Ergebnisse // Freier Eintritt

Einladung zu einer Versuchsanordnung über das Verschwinden


Foto: Claudia Heu

Wenn etwas verschwindet –
taucht es dann irgendwann wieder auf?
Ist seine Abwesenheit nur eine andere Form der Anwesenheit –
oder das Ende seiner Existenz?

Alga: Handfläche. Abhanden kommen. Nicht vorhanden. Verschwinden.
Bolokh: In einen anderen Zustand übergehen. Werden.

Claudia Heu, Mungunchimeg Batmunkh und Gerhard Fillei recherchieren seit 2013 zum Thema Alga Bolokh – Vom Verschwinden in der Mongolei. Zwischen 2013 und 2018 entstanden auf diese Weise drei Arbeiten, die sich mit unsichtbaren Gedächtnis-Räumen und ihren unerzählten Geschichten auseinandersetzen. Nähere Informationen finden Sie hier:
http://www.claudiaheu.com/#/algabolokhulanbator/
http://www.claudiaheu.com/#/alga-bolokh-iii-recherche/

Ausgehend von ihrer Recherche in der Mongolei stellen Claudia Heu und Mungunchimeg Batmunkh die Frage, welche Erfahrungen und Zugänge wir im europäischen Kulturkreis zum Phänomen des Verschwindens haben. Dazu laden sie Wissenschaftlerinnen, Impulsgeberinnen und Interessierte ein, um mit ihnen weiter zu forschen.
Die Mongolistin Àgnes Birtalan zeichnet in ihrem Vortrag Das Auftauchen und Verschwinden von Schamanen. Wohin verschwindet die Seele? eine mongolische Sicht des Verschwindens nach; Karénina Kollmar-Paulenz, Zentralasienforscherin, stellt mit Chöd (Macig Labdrön) eine tibetische Tradition vor, die ihren Schwerpunkt auf das Unsichtbare, das Nicht - Gesehene richtet. Chöd wird auch in der Mongolei praktiziert.
Ursula Reisenberger arbeitet mit dem Körper als Ausgangspunkt für „Präsenz“. Sie wird Übungen und Improvisationen anleiten, die die Wahrnehmung für unterschiedliche Formen von An- und Abwesenheit schärfen und den Körper als Werkzeug sowohl für neue Erfahrungen als auch für deren Reflexion nutzbar machen.

Impulsgeberinnen / Beiträge
Ágnes Birtalan (Mongolistin) – Vortrag
Karénina Kollmar-Paulenz (Zentralasienforscherin)

Teilnehmende
Mungunchimeg Batmunkh (Theaterwissenschaftlerin, Journalistin)
Tobias Draeger (Choreograf, Schauspieler)
Gerhard Fillei (Filmemacher, Ausstellungsdesigner)
Claudia Heu (Künstlerin, Lehrende)
Anita Kaya (Choreografin, Performerin)
Sabina Navara (Steuerberaterin)
Ursula Reisenberger (Regisseurin)
Almut Rink (Künstlerin)
Aron Weigl (Kulturwissenschaftler)
Elisabeth Merklein (Musik & Religionswissenschaftlerin)

Ablauf
Durch Vorträge, Körperarbeit, Gespräche und Improvisationen nähern wir uns ab Freitag Abend dem Thema an. Die Arbeit in der gesamten Gruppe wird sich abwechseln mit Phasen, in denen die Beteiligten entweder einzeln oder in kleineren Gruppen ihren eigenen Fragen zum Verschwinden nachgehen. Im_flieger steht dafür als Arbeitsraum mit verschiedenen Materialien zur Verfügung und bietet die Möglichkeit, sich zu vernetzen; es kann aber auch in anderen Räumen oder in der Natur geforscht werden. Abschließend werden die Ergebnisse gemeinsam gesichtet und zusammengeführt. Ab Sonntag 16.30 Uhr ist der Raum für BesucherInnen geöffnet; es kann geschaut, gehört und weiter diskutiert werden.

Organisation
Für das Labor von Freitag, 18 Uhr, bis Sonntag, 18 Uhr, ist eine persönliche Anmeldung notwendig.
Über ein Interesse am Thema des Verschwindens hinaus sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich; eine heterogene Zusammensetzung der Gruppe ist uns ein Anliegen. Da wir das Labor als einen gemeinsamen Forschungsprozess behandeln wollen, ist die Teilnahme nur am gesamten Wochenende möglich. Wir bitten InteressentInnen, ein kurzes Statement über ihr Interesse am Verschwinden an Claudia Heu, heujoy@icloud.com, zu schicken. Ein genauer Ablaufplan und weitere Details folgen per Mail.

Алга болоx / Labor
Freitag, 16. 11. 2018, 18 Uhr – 21 Uhr, Im_flieger
Samstag, 17.11.2018, 10 – 18 Uhr, Im_flieger und andere
Sonntag, 18.11.2018, 10 – 18 Uhr, Im_flieger

Алга болоx / Erkenntnisse und Erfahrungen
Sonntag, 18.11.2018, 16.30 Uhr, Im_flieger
Freier Eintritt

„Ein guter Wanderer läßt keine Spur zurück.“ Lao Tzu


Residency@Im_flieger
“AND“ // Sara Lanner (AT)

Fr 09.11.2018 // 19.30
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse)
Research Showing // Freie Spende


Foto: Hojenski/Lanner/Parlow, Ani Antonova

Stumm gesprochene Interviews, kollektive Skulpturen und Konstellationen von teilweise geteilten Erinnerungen. Sara Lanner erforscht Fragen nach geteiltem Wissen, Geschichte(n) und kontinuierlicher Praxis in einer persönlichen Choreographie. In Interviews der letzten drei Jahre mit Künstler_innen und Freund_innen wird eine kollektive Skulptur, ein poetischer Tanz, eine spekulative Praxis und scheinbare Kontinuität in den Raum gezeichnet.

Wen zu fragen, welche Frage zu stellen?
Mit wessen Geschichten arbeiten?
Und welche Geschichten liegen vor?
Auf wessen Wissen etwas basieren?
Und ... was bedeutet Kontinuität?

Dramaturgische und künstlerische Beratung: Gabrielle Cram, Sabina Holzer
Supported by LIVING EXAMPLES

Sara Lanner (AT) ist freischaffende Choreografin, Tänzerin und Performancekünstlerin in den Bereichen Tanz und bildende Kunst. Sie arbeitete u.a. mit Anne Juren, Michikazu Matsune, Oleg Soulimenko, Barbis Ruder, Lilo Nein, Alfredo Barsuglia, Fanni Futterknecht und LUX FLUX & Saira Blanche Theater als Tänzerin und Performerin. Zuletzt präsentierte sie die Performance Guess What im Rahmen des imagetanz Festivals 2018, brut Wien. Ihre Solo-Performance A Living Example wurde international präsentiert bei WUK Performing Arts Wien (2016), NAKT Festival Hamburg (2017) und CO-Festival Lokomotiva/Skopje (2017). Die interdisziplinäre Performance Etiquette der Zungen in Kollaboration mit Klaus Spiess und der MedUni Wien wurde in der Pathologisch Anatomischen Sammlung Wien gezeigt (2017). 2015 zeigte sie die Solo-Arbeit AUSstellenENTstellen bei den Werkstück-Präsentationen, TQW Wien.
Sara Lanner studierte Zeitgenössischen Tanz und Tanzpädagogik (IDA Linz, NDH Oslo) und studiert Performative Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie erhielt Stipendien wie das STARTStipendium/BKA Österreich sowie am Tanzquartier Wien und danceWEB. Residencies bei Uferstudios Berlin/LLB Wild Cards, ImPulsTanz Wien, Tanzquartier Wien, Huggy Bears/SUPERAMAS.
www.saralanner.com

Im_flieger In_forschung
Twist&Talk: In, Out, With // maRia Probst und Christian Apschner

Sa 10.11.2018 // 15.00 – 18.30
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse)
Workshop // Freie Spende // begrenzte Teilnehmer_innenzahl // Voranmeldung unter cci.rollingpoint@gmail.com

ein open level Tanzimprovisations- und Diskursformat inmitten gesellschaftlichen Umbruchs


Foto: He Shao Hui

CON.ACT / Etappe 1 wird durch die Kooperation von TQW, Im_flieger und rollingpoint ermöglicht.

Residency@Im_flieger
Das synästhetische Feld // Iris Dittler (AT)

So 21. + Mo 22.10.2018 // 19.00
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse)
Performative Installation // Freie Spende

Foto: Nicolai Gütermann

Die performative Installation arbeitet mit Elementen aus der bildenden Kunst und dem zeitgenössischen Tanz. Objekte, Sound und Raum werden dabei mit dem Körper in Beziehung gesetzt. In Anlehnung an den Begriff der Synästhesie, der ein „Mitempfinden“ oder „Zugleich Wahrnehmen“ bedeutet, soll ausgelotet werden inwiefern Visuelles auch physisch nachempfunden werden kann.

Konzept, Installation, Performance: Iris Dittler
Neonlichtobjekte: Raphaela Riepl
Sound: Andreas Trobollowitsch
Technische Umsetzung der Objekte: Bartholomäus Kinner
Mentoring und choreografische Beratung: Sabina Holzer
Dieses Projekt wurde unterstützt vom Theodor Körner Fonds, SKE, Im_flieger

Iris Dittler (AT) ist bildende Künstlerin und Performerin. Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien und der École nationale supérieure des beaux - arts Paris. Ihre interdisziplinäre Recherche an der Schnittstelle zum zeitgenössischen Tanz umfasst Kooperationen mit Tänzer_innen, Choreograf_innen und Künstler_innen wie Barbara Eichhorn & Daniel Aschwanden, Asher O´Gorman, Barbara Sarreau, Oleg Soulimenko, Nici Rutrecht, Daniel Dobbels, Julian Weber und Natalia Jaime-Cortez.

2016 erhielt sie das BKA Staatsstipendium für bildende Kunst sowie den

Förderungspreis für bildende Kunst der Stadt Wien. 2018 wurde ihre Arbeit mit dem Theodor Körner Preis ausgezeichnet.

Sie war mit performativen Installationen bei Werkstück (2012) im Tanzquartier Wien, beim scaPes – Festivals 2015, den Burgendländischen Tanztagen (2016), im Tanz*Hotel (2018) und beim Festival Still Moving amThéâtre de l´Étoile du Nord Paris (2018) vertreten.

Ihre Performances und Objekt-Installationen wurden in Galerien und Kunstinstitutionen im In – un Ausland gezeigt (Galerie Marcelle Alix, Centquatre Paris, le 3bisf, Aix– en Provence, Fondazione Ratti, Freud Museum Wien etc.)

Im_flieger In_forschung
Twist&Talk: In, Out, With

Sa 29.09. + Sa 20.10. // 15.00 – 18.30 @ TQW
Sa 10.11.2018 // 15.00 – 18.30 @ Im_flieger
Bräuhausgasse 40/Souterrain, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse)
Workshop // Freie Spende // Voranmeldung unter cirollingpoint@gmail.com

Twist&Talk: In, Out, With // maRia Probst und Christian Apschner
ein open level Tanzimprovisations- und Diskursformat inmitten gesellschaftlichen Umbruchs

Foto: He Shao Hui

Wie choreografieren wir Gesellschaft und wie choreografiert sie uns? Entlang welcher „Scores“ bewegen wir uns, ohne sie bewusst zu kennen? Bin ich immer noch wir, wenn ich „out“ bin? Was bedeutet mit anderen sein und wie bewegt sich das Andere, wenn ich es bin oder du? Wie schreiben sich diese und ähnliche Verhandlungen in unsere Körper, Bewegungen und Tänze ein.
Innerhalb dieser Serie Twist&Talk wollen wir zu diesen Themen einen Rahmen anbieten, um eine Kultur des „Embodied Discourse“ zu fördern.

Twist&Talk ist Teil des breit angelegten partizipativ, künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsprojektes CON.ACT, innerhalb dessen die Tauglichkeit bestimmter zeitgenössischer Tanzimprovisation als Mittel im Umgang mit den aktuellen gesellschaftlichen Veränderungen erprobt werden soll. Details dazu unter: www.rollingpoint.at

CON.ACT / Etappe 1 wird durch die Kooperation von TQW, Im_flieger und rollingpoint ermöglicht.

maRia Probst ist seit 1999 als freischaffende Tanz- Performancekünstlerin, Tanzpädagogin und als Organisatorin / Konzeptorin im Tanz- Performance Bereich tätig. Ihre aktuellen Arbeiten sind Hybride zwischen Tanzkunst Kreation, Ausführung und partizipativer Kunst.
Sie ist seit 2000 kontinuierlich als Dozentin im Bereich Tanz, Performance und Somatic Movement sowohl für angehende professionelle TänzerInnen und SchauspielerInnen, als auch für Laien aller Altersgruppen tätig.
maRia Probst ist zertifizierte Somatic Educator, Tuinapraktikerin und diplomierte Somatische Faszientherapeutin.

Christian Apschner, ursprünglich als Umweltexperte ausgebilde, entschied sich vor mehr als 20 Jahren sein Leben ganz der Bewegungsforschung zuzuwenden. Er arbeitet als Praktiker in den Körperarbeitsmethoden Trager Psychophysische Integration und Ortho-Bionomy. Gemeinsam mit maRia Probst leitet er den Verein „rollingpoint – Verein für Contact Improvisation und artverwandte Tanz- und Bewegungsformen“. Tanz- und Performancekunst sind für ihn Teil eines künstlerisch-sozialen Lebenskonzeptes sowie eine willkommene Möglichkeit, Verborgenes sichtbar zu machen und gesellschaftspolitisch Stellung zu beziehen.

Residency@Im_flieger Welcome to the Fisch-Haus // Claire Lefèvre (FR/AT)

Performance/Work in progress
Mi 12.09.2018 // 20.30
Bräuhausgasse 40, 1050 Wien.

 

Foto: Claire Lefèvre

Bezaubernde Meerjungfrauen laden dich ein in die Tiefe ihres Kabaretts. Die Performer*innen verwenden die Meerjungfrau als Symbol für einen Körper, der immer zwei Dinge zugleich ist. Sie schwimmen durch Dualitäten – Meer und Land, Mensch und Tier, Realität und Magie.

Ein Projekt von Claire Lefèvre (FR/AT) mit Alex Franz Zehetbauer (US/AT), Robyn/Hugo Le Brigand (FR/AT) und Veza Maria Fernandez Ramos (SP/AT)
Dramaturgie: Andrea Salzmann
Produktion: Sophie Schmeiser und Eva Holzinger
Eine Koproduktion von Himalaya Project und Brut Wien, unterstützt von der Kulturabteilung der Stadt Wien, Bundeskanzleramt Österreich, Im_flieger und De Figuranten

Premiere:
8. November 2018 (+9./10./13./14./15. Nov.), 20.00, Studio Brut@Zieglergasse, Wien

Claire Lefèvre ist eine französische Choreografin und Performerin, derzeit in Wien lebend. Nach ihrem Abschluss an der London Contemporary Dance School (BaHons) im Jahr 2012 studierte sie am SEAD und nahm am International Choreographic Exchange Programm teil. Ihre jüngsten Arbeiten Function Man (2016) und S / M (2017) wurden bereits auf mehreren Festivals in Österreich und international präsentiert, wie March Hare Festival (IL), Tanztage Chania (GR), TanzHafen (AT), Imagetanz (AT) und wurden von DanceWeb, Life Long Burning, Im_flieger, TANZZentrale Nürnberg, Wien Kultur, WUK, Brut Wien und Huggy Bears unterstützt. Im Jahr 2017 erhielt sie das BKA Start Stipendium für Musik und darstellende Kunst. Claire unterrichtet concept-writing an BewegerInnen und MacherInnen und schreibt Beiträge für das Springback Magazine.

www.clairelefevre.com
www.springbackmagazine.com

Morgentraining@Im_flieger NOURISH YOUR NATURE // Sabina Holzer (AT)

jeden Dienstag 04. – 25.09.2018 & 16.10. – 18.12.2018 // 09.30 – 10.45
Bräuhausgasse 40/Souterrain!, 1050 Wien.
Open Level // Freie Spende

Mit Elementen von Core Strength Vinyasa Yoga trainieren wir die Tiefenmuskulatur (Beckenboden, Psoas, unterer Rücken) um die körpereigene Unterstützung zu stärken. Wesentlich an dieser Form des Yogas ist die Bewegung der Welle, eine sanfte Lösung von Ver- und Anspannungen, mit der wir uns immer wieder verbinden. Unser Atem wird uns unterstützen, damit wir die unterschiedlichen Haltungen achtsam und fließend entfalten können. Mit Bewusstsein in der Bewegung verbinden wir unser Denken mit dem Wissen und der Freude unseres Körpers, die uns so durch den Tag begleitet.

www.cattravelsnotalone.at

Im_flieger Supports and // Eine Performance mit Lisa Hinterreithner (AT), Linda Samaraweerová (AT) und Elise Mory (AT)

im Rahmen der Schmiede 18: noplan

Sa 01.09.2018 // 20.00
Schmiede, Mauttorpromenade 7, 5412 Hallein, Salzburg

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